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Inhalt 1999 | |
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Das Jahr 313 wird eine Fragwürdigkeit bleiben. Damals leitete Kaiser Konstantin mit seinem Mailänder Toleranzedikt eine Entwicklung ein, die dem Christentum kurze Zeit später den Rang einer Staatsreligion verschaffte. Er hatte so seine politischen Hintergedanken dabei, der Monarch, - aber immerhin: Die Verfolgungen, der Spott, die Heimlichkeiten und auch das Märtyrertum fanden ein Ende. Nun ließ es sich leichter leben als Christ. Man konnte sich einrichten, ohne die alte Furcht der Katakombenchristen. Doch die neue Sicherheit forderte auch ihren Preis, einen sehr hohen, höher als manches, was je vom Christentum verlangt worden ist. Hatte nicht Jesus selbst einst gesagt: »Mein Reich ist nicht von dieser Welt«? und die Lebensweise derer, die ihm nachfolgen wollten, als eine Pilgerschaft beschrieben: »Die Füchse haben Gruben, und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege«? Wie verträgt sich das mit der Bürgerlichkeit der Kirche und der Christen, die eine ihrer Wurzeln eben damals, bei Konstantin und seiner berechnenden Großzügigkeit hat? |
| © Joachim Januschek Letzte Änderung: 99-10-08 Haftungsausschluss |