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Inhalt 1979 | |
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Der Maler und Graphiker Paul Sinkwitz, am 29. März 1899 in Ebersbach in der sächsischen Lausitz geboren, lebt heute als nunmehr 80jähriger unter uns, weiterhin tätig und künstlerisch schaffend in Arzbach (Oberbayern). In seinem Leben wie in seinem Werk verklammert er beide Teile des gespaltenen Vaterlandes: seit 1931 als Lehrer für Graphik an der staatlichen Akademie für angewandte Kunst in Dresden tätig, wo er später Professor. wurde, folgte er 1955 einem Ruf an die Meisterschule für Malerei in Stuttgart. In unbeirrter Schlichtheit und kraftvoller Innigkeit hat er ein Lebenswerk geschaffen, das in allen Stürmen und Verhängnissen, in allem Zerstörerischen und Chaotischen, das auch im heutigen Kunstgeschehen seinen unübersehbaren Ausdruck findet, dennoch einem heilen und heilend wirkenden Menschenbild dient. So ist es nicht zufällig, daß biblische Themen in seinem Schaffen mehr und mehr eine besondere Bedeutung erlangten, und zwar sowohl als graphische Einzelbilder wie auch in illustrativen Zyklen. Es ist zumal die kraftvoll schlichte Sprache des Holzschnitts, die Sinkwitz zu überzeugenden Lösungen geführt hat, darin seine Teilhabe an einer großen Tradition erweisend. Seine oftmals volkstümlich einfachen und knappen Darstellungen erzielen dort eine Wirkung, wo sie Erzählerisches und Realistisches zurücktreten lassen, wo mit einer Hinwendung zum Sinnbildhaften, zum Symbolischen christliche Wahrheit im gegenwärtigen Leben aufleuchtet. Zugleich wird in solchen graphischen Bildern eine Form einfacher Größe sichtbar, welche Eignung und Fähigkeit zur Wandmalerei erkennen läßt, die der Künstler, langgehegten Neigungen entsprechend, in kirchlichem Auftrag in Dresden und in der Schwarzwald-Kirche in Fürnsal verwirklichen konnte. Aus: Quatember 1979 (S. 118-119) |
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